WEGGEHEN
- WIEDERKOMMEN. Zeichen aus einer schicksalhaften Epoche Griechenlands.
Zur Erinnerung an Fotis Zaprasis
[Hrsg.: Ralf C. Müller]
Fotis Zaprasis war einer jener ungezählten Menschen,
die durch die Wirren des 20. Jahrhunderts mitgerissen, umhergeworfen
und an fremde Gestade gespült wurden. Die Tragik all dieser gebeutelten
Existenzen liegt in der Unbarmherzigkeit, mit der große Ereignisse
in kleine Leben eingriffen, und in der Entwurzelung und Orientierungslosigkeit,
die sie meist hinterließen, noch lange nachdem sich die Stürme gelegt
hatten. Auch der Maler hatte schwer an seiner ihm zugefügten Vergangenheit
zu tragen, doch er fand einen Weg, sich seiner selbst immer wieder
zu vergewissern: die Kunst. In der bewußten Zeichensetzung von Allegorien
und Metaphern oder im zufälligen Zusammenspiel von Formen und Farben
tastete er sich vorwärts und zurück, nach außen und nach innen.
Vieles blieb vage, fraglich, von Selbstzweifeln bedrängt. Nur Eines
war gewiß: das Auf-dem-Weg-Sein - mit der damit verbundenen Unrast,
aber auch mit neuen Möglichkeiten zwischen heimatlicher Fremde
und fremder Heimat, inmitten der Realitäten und Phantasiewelten.
Dieses Büchlein soll eine Hommage sein: An den Maler Fotis Zaprasis
und seinen Weg, auf dem er sich viele Welten eröffnete, und an die
Kunst, die ihm und uns diese Welten - bei aller Härte - im Wesen
als annehmbar, tröstlich und letztlich auch sehr schön offenbart.
REZENSIONEN
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