Gesund
und krank im Mittelalter. Marburger Beiträge zur Kulturgeschichte
der Medizin.
[Hrsg.: Andreas Meyer / Jürgen
Schulz-Grobert]
Dieser Band versammelt die während der 3. Tagung der Arbeitsgruppe
„Marburger Mittelalter-Zentrum (MMZ)“ am 25. und 26.
März 2005 gehaltenen Referate.
Der gesellschaftliche Umgang mit Gesundheit und Krankheit ist in
den verschiedenen Zeiten sehr unterschiedlich. Besonders hinsichtlich
der negativen Ausprägung körperlichen Befindens existieren
nicht nur vielfältigste Sachzeugnisse - Bilder von Kranken
oder von Krankheiten, Hospital-Bauten, (Pest-)Friedhöfe usw.
-, sondern auch eine Menge von historischen Dokumenten zu Institutionen
der Krankenpflege, zu Ärzten, zur Medizin- und Pharmaziegeschichte
und von literarischen Zeugnissen, die in der Zusammenschau neue
Durchblicke und Erkenntnisse erlauben.
So präsentieren die einzelnen Beiträge dieses Tagungsbandes
auch in methodischer Hinsicht ein facettenreiches Spektrum, das
die Vielschichtigkeit der im Marburger Mittelalter-Zentrum zusammenlaufenden
Forschungsaktivitäten gut dokumentiert.
Unter den 14 Beiträgen sind besonders hervorzuheben:
Der von Thomas Gloning, in dem die Textgattung deutscher Kräuterbücher
umfassend vorgestellt und einer ersten Analyse unterzogen wird (mit
Abbildungen);
der Artikel von Andreas Meyer über das Leben von Leprosen
in Lucca im 13. Jahrhundert (mit einem umfänglichen Dokumentenanhang);
der von Peter Dilg, der der Frage nachgeht, wie realitätsnah
in Umberto Ecos "Rosenroman" pharmaziehistorische Sachverhalte
wiedergegeben werden und
weitere Untersuchungen zur Darstellung von krankhaften und abnormen
Erscheinungen in zeitgenössischen und modernen literarischen
Texten.
REZENSIONEN
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