Geschehenes
und Geschriebenes. Studien zu Ehren von Günther S. Henrich
und Klaus-Peter Matschke.
[Hrsg.: Sebastian Kolditz / Ralf
C. Müller]
Der vorliegende Band entstand im Ergebnis einer Tagung zu Ehren
von Günther Steffen Henrich und Klaus-Peter Matschke, zweier
Byzantinisten, die an der Alma mater Lipsiensis gewirkt haben.
Ihren Forschungsinteressen entsprechend beleuchten die hier versammelten
Beiträge Chancen und Perspektiven der (spät-) byzantinischen
Gesellschaft und deren sprachliche Ausdrucksformen, versuchen die
philologische und historische Dimension der Byzantinistik zusammenzuführen
und so das Wechselverhältnis von Personen und Ereignis, Sprache
und Texten - von Geschehenem und Geschriebenem - auszuloten. In
der akribischen Betrachtung von Sach- und Schriftzeugnissen berücksichtigen
sie ökonomische und kommerzielle Aspekte des Byzantinischen
Reiches ebenso wie Fragen der Mentalitäts- und Literaturgeschichte,
Probleme des interkulturellen Austausches und des geistigen Nachwirkens.
Unter den 29 Beiträgen sind besonders hervorzuheben:
Der von Peter Schreiner über Formen der Schriftlichkeit des
byzantinischen Händlers und die Sprache von Handelstexten (mit
Abbildungen);
der Artikel von Irmgard Fees über venezianische Notare im
östlichen Mittelmeer während des 11.-13. Jahrhunderts
(mit einem umfänglichen prosopographischen Verzeichnis);
der von Günter Prinzing über metabyzantinische Memorial-
und Stifterinschriften (ebenfalls mit zahlreichen Abbildungen und
Tafeln) und
die Untersuchungen zu Griechen im Übergang zur Turkokratie
bzw. im Exil (mit Publikationen neu aufgefundener Archivalien).
REZENSIONEN
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