Frühe
Papsturkunden (891-1054).
[Hrsg.: Irmgard Fees / Francesco Roberg]
Digitale Urkundenbilder aus dem Marburger
Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden - DIGUB 2/I
Der erste Band der DIGUB-Unterreihe Papsturkunden zeigt alle in
deutschen Archiven überlieferten Originale des Zeitraums von
891 bis zum Ende des Pontifikats Leos IX. Die Zusammenstellung runden
drei Stücke ab, die in Lüttich bzw. Paris verwahrt werden
und ebenfalls für deutsche Empfänger gegeben worden sind
(Nr. 13-15). Zu den wichtigsten Stücken zählen: die Urkunde
Stephans VI. für Neuenheerse (Nr. 1) - das einzige überlieferte
Papyrus-Original in Deutschland, sieht man vom Hersfelder Fragment
(Nr. 2) ab; die Urkunde Papst Johannes' XVIII. für Paderborn
von 1005 Dezember (Nr. 3) - das älteste erhaltene Original
auf Pergament für einen nicht-italischen Empfänger; das
Original Papst Leos IX. für Erzbischof Hermann von Köln
von 1052 Mai 7 (Nr. 15) - hier noch als Wiedergabe des älteren,
unbeschädigten Zustandes; die Urkunde Leos IX. für Erzbischof
Adalbert von Hamburg von 1053 Januar 6 (Nr. 18) - das Original verbrannte
1943 während des Krieges. Zudem zeigt die Edition die Weiterentwicklung
der äußeren Gestalt der Papsturkunde, was neben der Untersuchung
inhaltlicher auch die formaler Aspekte im Rahmen der Papstdiplomatik
zuläßt.
Zur mit diesem Band begonnenen Unterreihe
DIGUB 2 - Papsturkunden:
Die päpstliche Kanzlei war der größte Urkundenaussteller
des europäischen Mittelalters. Allein für die Zeit von
753 bis 1197 sind etwa 25.000 Papsturkunden überliefert, weitere
rund 28.000 bis 1250. Demgegenüber ist die Abbildungssituation
dieser wichtigen Quellen eher schlecht: Für die Zeit bis 1100
gibt es vollständige Reproduktionen von nur ca. 50 Originalen.
Hier sollen die Papsturkunden-Bände innerhalb der DIGUB-Reihe
Abhilfe schaffen.
REZENSIONEN
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