Bene Valete.
Entwicklung und Typologie des Monogramms in Urkunden der Päpste
und anderer Aussteller seit 1049
[Autor: Otfried Krafft]
Papst Leo IX. führte in seinen Urkunden im Jahre 1049 ein
Monogramm ein, das an die Stelle des früheren Schlußgrußes
„Bene valete“ trat und das somit nicht auf den Namen
oder Titel des Ausstellers als dessen persönliche oder institutionelle
Eigenschaften zurückging, wie es in den Königsurkunden
der Fall war. Dies brachte es mit sich, daß die Gestaltung
des Monogramms von personellen Wechseln oder von Veränderungen
der Titulatur unabhängig war. Es konnte daher zu einem der
häufigsten graphischen Zeichen auf mittelalterlichen Urkunden
werden. Seine Gestalt zugleich deutlichen Wandlungen, und die unterschiedlichen
Formen dieses Zeichens können oft bestimmten Schreibern zugeordnet
werden. Trotz seiner sich verändernden Funktion bleibt das
Benevalete in monogrammatischer Darstellung bis zum Verschwinden
der feierlichen Privilegien ein fester Bestandteil dieser Urkundenart.
In der vorliegenden Arbeit werden diese Monogramme für den
Zeitraum bis ca. 1200 hinsichtlich ihrer individuellen Ausprägungen
sowie der allgemeinen Entwicklung des Formenbestandes untersucht.
Berücksichtigt werden dabei vergleichend auch Beispiele in
Bischofsurkunden, Fälschungen oder von Gegenpäpsten ausgestellten
Urkunden. Im Anhang sind einige hundert Benevalete-Monogramme zu
einem Abbildungskatalog zusammengestellt.
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