Papsturkunden
des 12. Jahrhunderts: Feierliche Privilegien
[Hrsg.: Irmgard Fees / Francesco Roberg]
Digitale Urkundenbilder aus dem Marburger
Lichtbildarchiv älterer Originalurkunden - DIGUB 2/III
Die päpstliche Kanzlei war der größte Urkundenaussteller
des europäischen Mittelalters. Die Feierlichen Privilegien
zählen zu den prächtigsten unter den päpstlichen
Dokumenten; als „ein Propagandaplakat des Papsttums, das im
Mittelalter seinesgleichen nicht kennt“, hat Peter Rück
diese eindrucksvollen Urkunden bezeichnet. Der vorliegende Band
zeigt auf 32 Tafeln 30 Feierliche Privilegien des 12. Jahrhunderts
(bis 1197); berücksichtigt wurden dabei alle wichtigen Päpste
und Gegenpäpste. Aufgenommen wurde zudem die in ihrer Echtheit
umstrittene Urkunde Papst Lucius’ III. für St. Alban
vor Mainz von 1184, die im 13. Jahrhundert durch Bischof Heinrich II. und einige Domkanoniker
von Worms beglaubigt wurde und deren Siegel trägt. Augenfällig
demonstrieren die Abbildungen, wie sich das päpstliche Privileg
in den ersten Jahrzehnten des 12. Jahrhunderts entwickelte, um gegen
Mitte des Jahrhunderts seine charakteristische Ausprägung zu
erreichen, die es dann bis ins 14. Jahrhundert hinein bewahren sollte.
In Vorbereitung: Papsturkunden
des 12. Jahrhunderts: Einfache Privilegien und Litterae (DIGUB 2/IV)
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